Sie haben uns das Hartz gebrochen…

…und jetzt wollen sie alles wieder gut machen? Aber halt, nicht ganz. Es mag sein, dass der vorgebliche „Linksruck“, den sie jetzt alle beschwören, relativ Ernst gemeint sein mag. Das dürfte aber nur so lange anhalten, wie die SPD deutlich unter zwanzig Prozent herumtaumelt. Dennoch befindet sich Andrea Nahles in einem wahren Freudentaumel, grinsend wie ein Speckweck. Leider hat die SPD so viel Vertrauen bei ihren potenziellen Wählern verspielt, dass auch ein plötzlicher Schwenk um 180° womöglich nicht umgehend neue alte Wählerschichten zurück zu bringen vermag. Daneben steht immer auch gleich die Frage im Raum, ob diese Kehrtwende denn auch wirklich Ernst gemeint ist, oder ob Schröder und seine Schröderianer, gemeinsam mit den Seeheimern und den Analarbeitern wieder das Ruder herum reißen. Denn Kritiker und Nörgler gibt es immer noch genug. Solche, die der Meinung sind, die SPD sei noch immer nicht liberal, marktradikal und konservativ genug, um unter Frau Merkel und ihren NachfolgerInnen als soziales Feigenblatt zu dienen.

Dafür erntet man aber Kritik von allen Seiten, vor allem von der Union, die nach alter Väter (und Mütter) Sitte versucht, das Rad der Geschichte mit aller Gewalt zurück zu drehen. Zu viel Sozialstaat grenzt schließlich nach rechtskonservativer Auffassung quasi an Sozialismus und das muss mit aller Macht verhindert werden, soll das Abendland nicht unter gehen. Dafür wirft sich sogar der Söder Markus in die Bresche und heult wie ein Schloßhund, dem man Pfeffer auf den Anus gestreut hat. Geld ist für solche sozialen Wohltaten natürlich auch keins vorhanden und weil das immer so sein muss, wenn die SPD versucht, am Sozialstaat herum zu fummeln, droht auch gleich die Wirtschaft mit dem völligen Zusammenbruch und fehlenden Abermilliarden von Euros.Dafür hat dann acuh jeder Verständnis, denn es käme ja dem kleinen Mann und der armen Frau zu Gute und die haben es sicher nicht verdient, dass es ihnen besser geht, ohne dass sie noch härter und länger arbeiten, mit weniger Urlaub und Kranktagen und was auch immer!

Dagegen sieht der beleibte Wirtschaftsministrant Peter Altmeier doch tatsächlich in der Lage, Gelder für Steuererleichterungen locker zu machen. Es gäbe Spielräume, so sagt er mit wissender Mine. Aber wie wir schon länger erkannt haben, gibt es diese finanziellen Spielräume nur für diejenigen unter uns, die a.) Leistungsträger der Gesellschaft sind, b.) zu den Besserverdienenden gehören und c.) sowieso nichts mit den gewöhnlichen Hungerleidern zu tun haben! Ins gleiche Horn tutet auch die FDP, wie wir uns schon gedacht haben. Der ist der Sozialstaat schon lange ein Dorn im Auge. Vorbei die Zeiten, da die Liberalen noch liberal waren und nicht marktradikal. Aber unter der fürsorgenden Hand der FDP genießen sogar die Perückenmacher einen ungeahnten Aufschwung. Wohl dem, der sich ein Haarteil leisten kann, wenn er seine glänzende Platte wärmend bedecken muss.

Die Aussagen von Altmeier, Schröder und Konsorten, sowie der versammelten Elite der Union und den nichtsnutzigen Lobbyisten aus der FDP zeigen eines sehr deutlich: Wenn Geld in den Staatskassen vorhanden ist, dann steht es nur den Wohlhabenden zu, wenngleich die so gut wie nichts hinein bezahlt haben. Das tun nur die Deppen aus dem Volke, die nichts haben, was sie von den Steuern absetzen, oder steuermindernd geltend machen könnten.

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