Wir müssen unsere digitale Freiheit am Ural verteidigen…

…das sollten uns unsere Daten schon wert sein, nicht wahr? Schließlich gehören sie nicht nur nicht mehr, weil wir sie bereits freiwillig und kostenlos an solche digitalen Kraken wie Google und Facebook verschenkt haben. Die werden ziemlich ungehalten, wenn wir uns zu schützen versuchen, gegen Ausspähung und den Versuch uns und unsere Onlineaktivitäten gegen dämliche Popup-Werbung zu verteidigen, von denen die Konzerne glauben, sie würden uns irgendwie interessieren, statt bloß zu nerven.

Ein schönes Beispiel ist in diesem Zusammenhang zum Bleistift Spiegel-Online, dass mich auf ausgesprochen nervige Art und Weise versucht, mit Werbung zu bombardieren und sehr verärgert auf meinen Popup-Blocker reagiert, verbunden mit der im Befehlston vorgetragenen Aufforderung, meinen Blocker abzuschalten, damit ich mir die von der Spiegel-Online-Website eingeblendeten Werbung nerven lassen kann. Da ich das nicht will, werde ich in Zukunft aber lieber auf die Spiegel-Artikel verzichten. Die Zeiten, als sich hinter dem Spiegel avantgardistischer, linker Enthüllungsjournalismus verbarg, der selbst den verfluchten Franz-Josef Strauß so auf die Palme brachte, dass er die Spiegel-Affäre vom Zaun brach, sind ja leider vorbei – spätestens als man sich ehemalige BLÖD-Chefredakteure ins Haus holte, um die Meinung des Bildungsbürgertums neu zu „Bild“en. Wir sehen´s mit Erstaunen und wenden uns ab mit Grausen!

Machen wir doch selbst unsere Fucknews, so wie das viele andere auch tun. Russia today, die schon erwähnte BLÖD-Zeitung, der (Zerr)Spiegel. Sie alle drehen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt. Tronald Dump und seine rechtslastigen Nazinachrichten auf Bannon´s Breitbein-, oder Schmalfuß,-Seiten, oder wie die Idioten heißen, zeigen uns schließlich, wie´s gemacht wird! Was juckt uns die Realität? Was interessiert uns die Wahrheit? Die ist sowieso subjektiv und mal ganz ehrlich, wer will schon die Wahrheit darüber hören, wie blöd er eigentlich ist? Eben, keine Sau. Deswegen reagiert Trump vermutlich auch nicht auf die Kritik an ihm und seiner Weltsicht!

Warum sollte der Bundestag sich eigentlich darüber aufregen, dass sein Netzwerk gehackt und gigatonnenweise Daten gestohlen wurden? Man hat ja nichts zu verbergen. Bestenfalls findet der Angreifer Beweise für die eigenen Dummheit. Schließlich rügt man den besorgten Bürger von höchster Stelle ob seiner Sorglosigkeit, mit der er seine Daten jedem hinterher wirft, der sie haben will, oder auch nicht. Man nennt es Eigenverantwortung und ist selbst nicht in der Lage, wichtige Regierungs- und Oppositionsdaten vor geheimdienstlichem Zugriff zu schützen. Da bricht wohl der digital naive durch, der bis heute nicht begriffen zu haben scheint, dass man mit Telefon und Brief als höchstem der Gefühle was die Kommunikationsfähigkeiten angeht, schon seit gut zwanzig Jahren vollkommen vom Mainstream abgehängt ist. Und wir brauchen uns nur Horst Seehofer anschauen, oder den digitalen Kommissar Günther Oettinger anhören, wenn er uns von seinen sprachlichen Kompetenzen zu überzeugen versucht, oder auch Muddi, deren kommunikative Fähigkeiten sich auf das Display ihren KanzlerInnenhandy zu beschränken scheint. Wie schön, dass es solche Kapazitäten in unserer Bundesregierung, oder Europa gibt. Da geht einem doch das Herz auf, oder?

Aber um auf´s eigentliche Thema zurück zu kommen. Genauso dringend, wie wir unsere Demokratie an den staubigen Hängen des Hindukusch verteidigen müssen – und die Frauenrechte natürlich auch, müssen wir im Cyberkrieg gegen Russlands wilde Hackerhorden zurückschlagen können.

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