Wie wir das Zeitalter des Verbrennungsmotors überleben!

Es gibt Tage, da denke ich mir:“Was kümmert mich eigentlich der ganze Scheiß mit der Umwelt und der Dreck, das Gift, die Zerstörung der Natur und all der andere Krempel? Warum akzeptieren wir nicht einfach, dass wir es nun endlich fast geschafft haben, uns die Welt nicht nur untertan gemacht, sondern sie bei dieser Gelegenheit auch gleich noch mit zerstört zu haben? Warum machen wir nicht einfach so weiter, wie bisher, stellen uns schlicht vor, dass die Ressourcen unerschöpflich und das Wachstum unbegrenzt ist (ganz im Gegensatz zur nackten Realität da draußen!) und steuern ohne Sinn und verstand auf den Tag zu, an dem alles kollabiert und wir in einem riesigen Knall von der Erdoberfläche verschwinden! Einfach so. Spielt es eine Rolle, wer dann die Schuld trägt? Wer den fetten Daumen zuerst auf dem roten Knopf hatte, um den Atomschlag auszulösen. Ob es nun der schwachsinnige Däumling aus Pjöngjang war, oder der Depp im Weißen Haus, der statt eines Toupets eine Katze auf seiner Glatze trägt! Es ist völlig egal!“

Wir sind Menschen und darum wollen wir überleben!

Wir sind Menschen, wir können denken, auch wenn man es uns versucht abzudressieren. An den Unis zum Beispiel. Hier wird man auf effizienz getrimmt. Auf Umsatzprognosen, auf die Befriedigung der Aktionärsinteressen (und natürlich der eigenen Interessen, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen, denn jeder ist sich selbst der Nächste und alle, die nach einem starken Staat rufen, sind nur zu schwach um sich selbst zu helfen!). Ökonomie ist die neue Religion und ihre Altäre sind Geld, Macht und Profit! Es gibt keine Rücksichtnahme auf Schwache im Kapitalismus! Es gibt nur Egoismus, wo das Geld regiert. Man muss einfach nur so tun, als sei alles, was die Wirtschaft der Politik diktiert, alternativlos, dann wird das über kurz oder lang schon akzeptiert und die Menschen finden sich mit dem Primat der Wirtschaft über die Politik ab – zwangsläufig! Denn der Wille zu überleben ist bei den Menschen stark ausgeprägt und deshalb sind sie bereit sich mit dem Teufel in ein bett zu legen, nur um ein klein wenig von seiner Macht zu profitieren. Und wenn die Umwelt dabei drauf geht, dann ist das eben so. Es ist schließlich alternativlos, oder?

Niemand konnte – oder wollte? – das voraus sehen!

Wenn wir ehrlich zueinander sind und auch ehrlich mit der Automobilindustrie umgehen, dann müssen wir zugestehen, dass niemand vorher sehen konnte, was nun gerade passiert. Immerhin hatte die Automobilindustrie der Politik in die Hand hinein versprochen, sich freiwillig an die Vorgaben zum Schadstoffausstoß zu halten. Niemand hatte auch nur ahnen können. Es ist natürlich sehr bedauerlich, dass – entgegen dem erklärten Willen der Konzernleitungen – die unteren Chargen, das mittlere Management also, in einigen wenigen Einzelfällen beschloss (zugegebenermaßen getrieben von ein wenig krimineller Energie). diese Schadstoffvorgaben einfach zu umgehen, indem sie es zuließen, dass Schummelsoftware in das Motormanagement eingeschleust wurde. Diese Software ist in der Lage aus diversen Eckdaten heraus zu lesen, dass ein Fahrzeug gerade auf einem Prüfstand steht und es aus diesem Grunde angeraten sein dürfte, den Schadstoffausstoß auf das gesetzlich zugelassene Maß (vielleicht sogar darüber hinaus) zu reduzieren! Sollte ja keiner merkeln, dass hier gezielt beschissen wurde. Und während man sich in den Städten noch wunderte (und selbstverständlich auch in der Politik), warum trotz immer sauberer Motoren in immer neueren  Fahrzeugen, die Luftverschmutzung um´s Verrecken nicht abnehmen wollte, machten die Autokonzerne was sie wollten. Dabei konnten sie sicher sein, dass niemand aus der Politik ihnen absichtlich ans bein würde pissen wollen. Bis dann eines Tages irgend jemand in den Vereinigten Staaten auf die Idee kam und die ach so wunderbar sauberen deutschen Dieselautos einfach mal auf der Straße im Regelbetrieb testete und – Wunder über Wunder – heraus fand, dass es sich um wahre Dreckschleudern handelte! Tja und das war dann der Anfang vom Ende des sauberen Dieselmotors und niemand hatte sich bis dahin vorstellen können, dass das jemals heraus kommen würde – oder doch?

1 Millionen Elektroautos bis 2020!

Das Regierungsprogramm Elektromobilität von 2011 verkündete unter großem Getöse den Wunsch unserer KandesbunzlerIn Angela Merkel, bis zum Jahr 2020 wenigstens eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren sehen zu wollen. Ein frommer Wunsch, der nach Auffassung der Bundesregierung selbstverständlich ohne jeden gesetzlichen Zwang, ohne Verpflichtung (noch nicht einmal einer freiwilligen Selbstverpflichtung) der Autokonzerne und erst Recht ohne den Einsatz auch nur eines einzigen müden Euros seitens der Bundesregierung. Bereits ein oder zwei Jahre später war klar geworden, dass man dieses hehre Ziel in die Tonne treten konnte, aus naheliegenden Gründen. Die Automobilindustrie war und ist nicht bereit auch nur den kleinen Finger für den Schutz der Umwelt, oder gar die Ehre der Bundesregierung zu rühren, ohne das ihr dafür im Gegenzug das Geld in den Arsch geschoben wird, bis es am anderen Ende wieder heraus kommt. Das Prinzip der Sozialisierung von Verlusten (oder auch Investitionen) und der Privatisierung von Gewinnen lässt recht herzlich grüßen! es würde einen aber auch wirklich wundern, wenn es anders wäre, nicht wahr?

Die Stromnetze sind dem Ansturm der Elektromobilität nicht gewachsen?

2011 ist das gewesen, als Frau Merkel den ähm Wunsch äußerte, es mögen 1 Million Elektroautos bis 2020 auf unseren Straßen fahren (oder stehen bleiben, mangels geeigneter Akkus mit der nötigen Speicherkapazität) und nächtens an unzähligen Steckdosen an zahlreichen Ladestationen und zahllosen Laternen, oder sogar regelrechten Stromtankstellen aufgeladen werden. Aber auch dafür waren weder die Regierung, noch die Konzerne (weder Auto- noch Energiekonzerne) bereit zu forschen und zu investieren, ohne dass ihnen der Seuerzahler das Risiko dafür abnehmen würde! Also geschah – nichts! Und weil das alles immer noch nicht genug war, der Dieselskandal und die vergeigte Elektromobilität, aber auch die nicht vorhandene Ladeinfrastruktur und dergleichen Dinge mehr, setzte jetzt auch noch die Energiewirtschaft einen oben drauf! Die Stromnetze seien nicht in der Lage, die mit der Nutzung von Elektroautos, Wärmepumpen und was auch immer, verbundenen leistungsspitzen zu bewältigen. Gerade in den automobilen Stammländern Bayern (man höre und staune) und Baden-Württemberg, sei das ein ernst zu nehmendes Problem, dem die Netze nicht gewachsen seien! Wie gut, dass wir uns bei der Gelegenheit gleich an den lieben Herrn Seehofer erinnern, der seit geraumer Zeit mit großem Aufwand verhindern möchte, dass Stromautobahnen von der Nordsee über Land in Richtung Bayern verlegt werden, denn es missfällt ihm, sein schönes Königreich mit dem bekannt blauweißen Himmel und den vielen Bierzelten, über deren Stammtischen er nach wie vor die Lufthoheit zu besitzen scheint, nachhaltig zu verunstalten! Im Namen der Umwelt womöglich, mit der er, der Seehofer Horscht, noch nia wos am Huat g´hobt hot, oda?

Nun stehen wir da und sind so garnicht überrascht, dass die Industrie nicht nur nicht kann, wie sie immer behauptet, sondern auch garnicht will, wenn sie dafür auch noch selbst investieren sollen! Elektromobilität ist für die Industrie solange unwirtschaftlich und darum unerwünscht, wie man mit Verbrennungsmotoren auch nur einen Euro verdienen kann.  Schließlich geht es um Ökonomie und nicht um Ökologie, dass das nun endgültig klar ist!

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