Was in Deutschland und Europa passiert, bestimmt Erdogan, oder?

Nun, sagen wir einmal, das würde er gern bestimmen. Wir kenne ihn ja alle. Er schafft die Demokratie und die Meinungsfreiheit in der Türkei ab, vergaloppiert sich bei seinen osmanischen Großmachtsplänen im Nahen Osten, fährt die Wirtschaft krachend an die Wand und hat das Gefühl, alle seien gegen ihn und damit natürlich im Unrecht. Und wenn er meint, die Todesstrafe sei einzuführen, während andere dagegen sind und das undemokratisch und unmenschlich nennen, dann ist das deren Problem und nicht seins. Was aber am Schlimmsten ist, das dürfte wohl die Tatsache sein, dass nicht nur ein gewisser Jan Böhmermann Lobeshymnen auf ihn schreibt, die zwar stilistisch nicht am oberen Ende des theoretisch Machbaren rangieren, aber dennoch seinen Namen preisen, sondern auch noch die Bundesregierung partout nicht einsehen will, dass es nach meinung des deutschen Außenministers gefährlich sei, wenn man in die Türkei des Herrn Erdogan reise, oder gar dort investiere, dann muss er was dagegen unternehmen.

Reden wollte man ihn ja nicht lassen in Deutschland und auch Österreich hatte ihm die Tür gewiesen, bzw. garnicht erst aufgemacht, als er drohend zu pochen begann. Niemand hatte sein Lamento hören wollen und auch seine Nazivergleiche waren – ihm völlig unverständlich – nicht gut angekommen. Also bleibt ihm nur noch diese eine Möglichkeit, um sich in Deutschland, Europa und der Welt Gehör zu verschaffen – eine Botschaft an „seine „Türken in Deutschland! Sie sollen weder die CDU/CSU, noch die SPD und auch nicht die Grünen wählen! Ja aber was denn dann, lieber Herr Erdogan?  Die AKP gibt´s ja hier nicht! Was sollen also „ihre“ lieben türkischen Brüder denn hier wählen, wo sie doch wählen dürfen, was sie wollen? Also was sie wollen, nicht was Sie wollen, nicht wahr? Da gibt es nur eine Möglichkeit. Man müsste einen Ableger der AKP in Deutschland gründen, quasi einen deutschen Ortsverein und wenn Sie Glück hätten, oder die notwendigen Möglichkeiten der Einflussnahme, nach einer gewonnenen Wahl, könnten Sie sogar zum Herrscher von Deutschland aufsteigen und die Bundesrepublik zu einer Provinz Ihres Neoosmanischen Reiches machen. Das kann doch nicht so schwer sein, oder? Denken Sie nur an die phantastische Möglichkeit, die Todesstrafe womöglich sogar in der Bundesrepublik Deutschland wieder einzuführen und auch sonst allen, die nicht nach Ihrer Pfeife tanzen wollen, die Hammelbeine, oder soll ich sagen die Schweinebeine, mal so richtig lang zu ziehen.

Einstweilen aber kann ich mich nur den Ausführungen unseres Außenministers anschließen und Ihnen ein freundliches „Is-mir-doch-scheißegal“ entgegen zu schleudern und was „Ihre“ türkischen Brüder davon halten, die Wahlen zu boykottieren, oder was auch immer, werden wir nach den Wahlen sehen. Ich wünsche Inen keinen Guten Abend!

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