Warum sind deutsche Autos eigentlich so teuer…

…frug ich mich schon vor Jahren und durfte mir dann von jenen, die sich ein deutsches Stück automobiler Ingenieurskunst leisten (können) oftmals anhören, Qualität und der Schutz der Umwelt hätten nun einmal ihren Preis! Sodenn, da fällt es einem schwer dagegen zu argumentieren. Ein Schelm übrigens, der darauf hinweist, dass das Bundesverkehrsministerium seit dem Jahr 1982 (!) bis 1999 eine Domäne der Union, respektive der CSU ist und sich seit 2010 wieder in den Händen der CSU befindet. Die Nähe der Unionsparteien ist ja nun keine wirkliche Neuigkeit und wahrscheinlich auch der Grund für die innige Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft. Seit 2007 ist der ehemalige Verkehrsminister Matthias Wissmann oberster Lobbyist der Automobilindustrie, was sicher nicht dazu beigetragen hat, das Treiben der Automobilkonzerne zu kontrollieren. „Freiwillige“ Selbstverpflichtung hieß nun das Zauberwort und sie bedeutet, was der Name besagt – freiwillige Selbstverpflichtung allerdings ohne staatlichen Zwang, ohne echtes Interesse und vor allem ohne strafrechtliche Relevanz bei Nichterfüllung der selbst auferlegten „Verpflichtung“!

So ist das mit der Industrie, mit den großen Konzernen. Bei ihnen handelt es sich in aller Regel um verbrecherische Organisationen, die nicht nur nach Monopolen, Kartellen und Marktkontrolle streben, sondern auch mit krimineller Energie Profite generieren wollen. Immer wieder fliegen Kartelle auf, wie z. B. das Schienenkartell, das Zuckerkartell und, wie wir nun auch wissen ein Automobilkartell, mit dem Ziel, Abgasnormen gezielt und massiv zu unterlaufen, die Verbraucher zu betrügen und die Märkte zu beherrschen! Und daran beteiligten sich praktisch alle deutschen sogenannten Premiumhersteller! Das ist doch einmal eine Ansage, oder?

Was macht nun die Bundesregierung? Sie überlegt, wie sie die Autokonzerne vor Kosten schützen kann, indem sie die Autobesitzer mit Zulassungsverboten bedroht, falls diese ihre Fahrzeuge nicht von den betrügerischen Herstellern mit zweifelhaften Software-Updates nachrüsten lassen, die weder ausreichend getestet worden sind, noch eine Garantie, dass die Motoren sauberer werden und nicht einfach nach kürzerer oder längerer Zeit einfach kaputt gehen. Sang und klanglos! Während die Autokonzerne noch heulen, wie die Schloßhunde, überlegt sich der hornbebrillte Herr Dobrindt vermutlich schon, wie er die dämlichen Autofahrer dazu bringen könnte, auf den Kosten für die Nach- und Umrüstungen sitzen zu lassen. Jeder ist sich eben selbst der Nächste. Denn nachdem der Präsi des Verbandes der Automobilindustrie, Herr Wissmann, aussieht wie der Ritter von der traurigen Gestalt, sind seine Tage als Repräsentant der Automobilindustrie vermutlich in Kürze gezählt! Dann muss ein Nachfolger her. Das ist nun die Chance von Herrn Dobrindt. Aber zuvor muss er wohl beweisen, wie sehr ihm die Autoindustrie am arbeitgeberfreundlichen Herzen liegt!

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