Ah, ja, Atomkraft ist sicher und sauber…

…wir wissen es, dank der jahrzehntelangen Propaganda der Atomlobby in Deutschland, Europa und der gesamten westlichen Welt. Umweltfreundlich ist sie darüber hinaus – selbstverständlich! Bis auf die wenigen Male, wo wirklich etwas passiert, gleichwohl die Wahrscheinlichkeit, dass ein Super-GAU eintreten kann, so verschwindend gering ist, dass man sie praktisch ausschließen kann. In tausenden von Jahren kann es einmal vorkommen, ja, und dann sind die Folgen, dank der überragenden Fähigkeiten der Ingenieure und Wissenschaftler, leicht beherrschbar (sagt die Atomindustrie und ihre würdigen Vertreter in Politik und Gesellschaft!)!

Andererseits kann bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit in, sagen wir zweitausend Jahren, der Super-GAU auch übermorgen eintreten, oder gestern, oder 2011, nach einem Seebeben mit anschließendem Tsunami. Wie in Fuckyoushima zum Beispiel. Und wie man sieht, hatte man dort auch alles im Griff, sagt die Betreiberfirma Tepco, nachdem sie verstaatlicht wurde und mehrere Jahre lang radioaktives Wasser und Radioaktivität unkontrollierbar in die Umwelt gelangte, weil aus Gründen der Gewinnmaximierung die Bekämpfung der verheerenden Folgen der Katastrophe, das technisch Machbare auf das, sagen wir einmal, öffentlichkeitswirksame Mass eingeschränkt wurde.

Aber seit die Verantwortung für Tepco an den Staat überging, änderte sich…nichts! Bis auf die Tatsache, dass es nun etwas weniger öffentlich wurde, was man da tat, um die Folgen des Tsunami zu mindern. Immerhin bekommt man nun regelmäßig zu hören, dass man die Folgen der Reaktorkatastrophe endlich unter Kontrolle habe. Was auch immer die Heuchler von Tepco und der Regierung darunter verstehen mögen. Und nun hat man die jämmerlichen Reste einer der zahlreichen Kernschmelzen in den diversen Reaktoren entdeckt? Mit Hilfe eines Roboters? Wenigstens wird nun nicht mehr das Leben ungelernter Leiharbeiter, sogenannter Nuklearnomaden, aud Spiel gesetzt. Oder doch? Auf jeden Fall kann man jetzt, da man wenigstens ein kleines bisschen geschmolzenes Restchen Kernbrennstoff, die Sache final regeln. Man braucht es nur ins Meer zu werfen, dorthin, wo das ganze radioaktiv verseuchte Wasser seit dem Unglück sowieso schon hinläuft. Denn die Sache mit der Entseuchung des in riesigen Tanks so lange gesammelten radioaktiven Wassers, beschränkt sich darauf, dieses in den nahen Pazifik strömen zu lassen, sobald die maximale Füllmenge überschritten wird! Das mit dem Austrinken des entseuchten Wassers, dass auf einer Pressekonferenz so provokant vorgeführt wurde, um zu beweisen, wie harmlos doch das alles ist, war ja wohl doch nicht der Weisheit letzter Schluß.

Wir freuen uns natürlich, dass es Fortschritte gibt, in dem vermutlich niemals enden wollenden Kampf gegen die unvernünftigen Folgen und die größenwahnsinnige Gier der Betreiber und Investoren in die umweltfreundliche, saubere und billige Atomenergie. Warum also zerbrechen wir uns dann den Kopf, wo doch alle nur das Beste wollen, für die Menschen, die Umwelt und die Sicherheit? Und dass die Atomkraft so außerordentlic billig ist, lässt sich ganz einfach beweisen durch eine schlichte Rechnung: 30 – 40 Jahre Dauer, á ca. 700 Mio. Euro/Jahr, macht roundabout (wie man so schön sagt) 24,5 Milliarden Euro – wahr und wahrhaftig ein Sonderangebot!

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