G20 – Affentheater ohne Ergebnis?

Wir sind es inzwischen ja gewohnt. Die Politik vergnügt sich auf unsere (des Steuerzahlers) Kosten, lässt den lieben Gott, oder Allah, einen guten Mann sein und kümmert sich ansonsten einen Scheiß um die Probleme der Welt!

Hauptsache man hat geredet, so heißt es immer vollmundig. Ergebnisse sind nur zweitrangig. Statt dessen dürfen wir tagtäglich Horrormeldungen aus dem Fernsehen und Radio vernehmen, brennende Barrikaden (wobei ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass es sich bei diesen Barrikaden immer um dieselbe handelt, jedesmal aus einer anderen Perspektive, damit der Eindruck entsteht, ganz Hamburg stehe in Flammen!

Aber lassen wir das jetzt. Wir wurden ja im Vorfeld bereits mit der entsprechenden Propaganda berieselt, die uns weißmachen wollte, dass die Politik ja nur unser Bestes wolle und alle, die dagegen agitieren, entweder nicht mehr ganz dicht, oder aber linke Bazillen sind! Immerhin hatte die Staatsmacht an die 20.000 Polizisten aufgeboten, um dem demowilligen Bürger Paroli zu bieten – und den Linksaktivisten, Linken, Kommunisten und/oder schwarzen Block (was ja, wie wir gelernt haben immer dasselbe ist)! 20.000, oder in Worten zwanzigtausend, das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen und auf Seiten der Demonstranten „bis zu“ 1.500 Gewalttäter, die sogar die Frechheit besaßen sich während der Demos mehrfach aus mitgeführten Rucksäcken umzuziehen, damit man sie nicht von „normalen“ Demonstraten unterscheiden konnte. Aber immerhin waren sie so fair, sich ihre schwarzen Klamotten wieder über zu werfen, bevor sie sich raubend, plündernd und brandschatzend durch die Stadt bewegten!

Immerhin hat es die Polizei geschafft, (Stand gestriger Samstag) 150 „qualifizierte“ Festnahmen zu tätigen. Das wären dann also knapp 10% des schwarzen Blocks gewesen! Mit zwanzigtausend Beamten im Einsatz? Und weil die nicht reichten, wurde am Samstag sogar noch Verstärkung angefordert! Dabei gefiel sich der Innensenator Hamburgs, Andy Grote, bei den Interviews und Pressekonferenzen stets in der Rolle des erfahrenen „Law-and-Order-Politprofis“. Harte Worte und die ständige Betonung auf „Null Toleranz“ machten allerdings auch nicht gerade den Eindruck, er habe eine Ahnung davon, was da vor sich ging. Olaf Scholz, der den G20-Gipfel als eine Partyveranstaltung bezeichnet hatte, die er wie einen der jährlichen Hafengeburtstage abzuvespern gedachte und der wohl auch das Sicherheitskonzept abgesegnet hatte, äußerte sich, wenn überhaupt, nur sehr wortkrag und war ansonsten damit beschäftigt, Angela Merkel die Hand zu halten, damit die sich ein bisschen wohlig gruseln konnte, ob der draußen tobenden nackten (nein, schwarz gekleideten) Gewalt die, so aus der Ferne und getrennt von den bösen Buben und Mädchen des schwarzen Blocks, sicher gar lustig anzusehen war!

Und als hätten wir es nicht bereits vorher schon gewusst, können wir seit den ersten Exzessen in Hamburg und besonders jetzt, im Anschluß an dieses Desaster der schwafelnden Großmäuler dieser Welt, wischen sich die Gernegroß´der CDU- und CSU-Politprominenz den Geifer vom Mund und beginnen jedem zu erklären, wie man es hätte besser machen können – nein, müssen, wenn nur die Union ander Regierung gewesen wäre.

Bleibt nur die Frage, ob denn überhaupt ein einziger Teinehmer des G20-Gipfels Notiz von den Anliegen der Demonstranten genommen hätte, wenn ein paar hundert friedliche Menschen durch Altona oder wo auc immer, spazieren gegangen wären? Wohl kaum. So wird mit Sicherheit auch nicht ein einziger Teilnehmer dazu gebracht werden, sich um die Belange Afrikas, die Bekämpfung des Hungers auf der Welt und das Flüchtlingselend zu kümmern, es sei denn, man könte daraus ein einträgliches Geschäftsmodell für Banken und Konzerne entwickeln, aber immerhin kann niemand behaupten:“G20? Was war´n da los? Hab garnüscht mitgekriecht!“

Warum aber ausgerechnet in Hamburg dieses Familientreffen der weltweit wichtigsten Spassvögel aus Politik und Wirtschaft stattfinden musste, entzieht sich meiner Kenntnis. Vermutlich war es von Anfang an als schiere Provokation gegen die in der Hafenstadt sehr aktive und gut vernetzte linke Szene zu verstehen. Man wollte dem linken Pöbel vermutlich mal so richtig zeigen, wo Muddi´s Glocken hängen, oder so. In München beispielsweise wäre alles viel schöner, bayrischer und konservativer gewesen und Weißwurscht, a Brezn und eine Masssss hätt´s außerdem noch dazu gegeben zu den Watschn, die die bajuwarische Pozilei an die frechen Demonstranten gratis zu Hauf verteilt hätte, die sich das Recht heraus hätten nehmen wollen, demonstrieren zu wollen – gegen den Seehofer Hoast und die Muddi, gegen den depperten, eingeschnappten Erdowahn, dem der Klimaschutz nun auch vollkommen egal ist, weil der Donald das auch nicht will und den Tronald Dump himselfe, der sich artig und wie ich finde sehr giftig, bei Muddi für ihre tolle Arbeit bedankt hatte und wie sie sonst noch alle heißen!

Bravo, kann ich da nur sagen. Wer solche Verbündeten hat, der braucht wahrlich keine Feinde!

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