Stell Dir vor, man kennt den Terroristen und keinen interessiert´s!

So scheint es nicht nur in Deutschland mit dem Islamisten Amri gewesen zu sein, sondern so ist es auch in London gelaufen. Aber alle Regierungen schreien ständig und andauernd, besonders, wenn sie konservativ und rechts einzuordnen sind, nach immer schärferen Gesetzen und Massnahmen, um den Terror von Islamisten in den Griff zu bekommen. Problematisch ist dabei aber nur, dass sich die Aktionen gegen den Terror, vor allem auf das Geschrei nach Anschlägen beschränkt, wenn die Menschenleben gekostet haben. Das ist wohlfeil, denn es kostet erst einmal nicht besonders viel und erweckt unter dem Wahlvolk den eindruck, man tue etwas für ihre Sicherheit. Aber das gegenteil ist der Fall. Mangels Polizisten und Haftplätzen, Richtern und Justizangestellten Passiert sowieso meist nicht viel.

Wir merken vor allem, wenn Massnahmen, die die Sicherheit erhöhen sollen, in die Hosen gehen. Natürlich ist man als Politiker meist fein heraus. Für den Schutz unserer Kapazitäten aus Politik und Gesellschaft ist genug Geld da. Auch Manpower. Wenn es aber in die Breite gehen soll, dann ist man eher bereit, Polizisten zu überfordern, als welche einzustellen. Denn die, welche jetzt am lautesten nach schärferen Massnahmen schreien, waren oft auch diejenigen, die die Mittel für innere Sicherheit zusammengestrichen haben, bis die Augen tränten. Das war so in Großbritannien und in Deutschland war es vor allem die CDU, die es nicht für nötig hielt, ein Mindestmass an Sicherheit aufrecht zu erhalten.

Wenn allerdings radikalisierte Elemente bekannt sind, oder von besorgten Moslems (siehe Großbritannien) an die Behörden gemeldet werden, dann kümmert sich kein Schwein drum, wie es scheint. Aber auch Deutschland ist keinen Deut besser. Im Fall Anis Amri hat man nicht nur erst einmal nichts getan, man hat im Gegenteil nach dem Attentat auf dem Breitscheidtplatz in Berlin einfach die Akten geändert und zurückdatiert, kleingeredet und gefälscht. Hinterher ist man freilich immer schlauer, dass weiss ich genauso wie ihr auch. Aber etwas ernster sollte man die innere Sicherheit und den Schutz seiner Bürger schon irgendwie nehmen. Aber, wie schon erwähnt, es ist immer wohlfeiler, nach strengeren Gesetzen zu schreien und nach mehr Überwachung, nach mehr Kameras und geschlossenen Grenzen. Dabei brauchte man doch einfach nur einmal die schon bestehenden Gesetze entsprechend anzuwenden. Aber nicht einmal das geschieht ja hierzulande und anderswo! Und wenn man dann von der Anzahl der Gefährder überfordert wird, mangels Personal zum Beispiel, dann ist man schnell geneigt, auffällige Gestalten einfach für ungefährlich zu erklären. Das ist nicht einfach zu bewerkstelligen. Aber schauen wir doch zur Abwechslung einmal in die Asylannahmestellen, wo die Entscheidungen getroffen werden, wer ein Anrecht auf Asyl haben soll. Da stellt man plötzlich mit großem Erstraunen und ebensolchen Augen fest, dass die dort eingesetzten Mitarbeiter nicht nur meist Zeitverträge haben (damit man sie möglichst schnell wieder los werden kann, wenn der Bedarf nicht mehr besteht!), sondern dass 80% von ihnen überhaupt nicht ausgebildet und in die Lage versetzt wurden, die Asylanträge regulär zu bearbeiten und Entscheidungen zu treffen. Was kann man dann für die innere Sicherheit schon erwarten?

Wenigstens könne wir sicher sein, dass der weise und allmächtige Donald jetzt, nach dem neuerlichen Anschlag in London ein Machtwort gesprochen hat und sagte:“Es ist genug Blut geflossen und das muss ein Ende haben und es wir ein Ende haben!“ Wie er das zu bewerkstelligen gedenkt, blieb allerdings sein Geheimnis. Und die liebe und gute Frau May, die Großbritannien sehr konservativ regiert, windet sich nun unter den Vorwürfen, sie habe in ihrer Zeit als Innenministerin dafür gesorgt, dass 20.000 Polizisten eingespart und damit ihren Job verloren haben. Es ist schon peinlich, dass ausgerechnet ihr, die um große Sprüche nie verlegen ist, diese Einsparungen jetzt auf die Senk-, Spreiz- und Plattfüße fällt.

weiterführende Links:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s