Die hohe Kunst der Demokratie…

…ist es, sich mit Freunden zu umgeben, die einem die Stange halten. Und wenn man keine Freunde hat, dann kauft man sie sich eben. Zum beispiel indem man der Wirtschaft seine Gunst gewährt. Gegen eine bescheidene Beteiligung am Umsatz, versteht sich. Dafür ist man dann im Gegensatz ein wenig generöser bei der Vergabe von staatlichen Aufträgen und dergleichen. So hat jeder etwas davon und der Begünstigte schweigt und genießt. Und wenn es sich für die Unternehmen über einen gewissen zeitraum so richtig gelohnt hat, dann darf man mit einigem recht darauf hoffen, auch nach dem Ende der politischen Karriere und unter Ausnutzung der geknüpften Netzwerke, einen bequemen Posten in irgend einem Aufsichtsrat zu erhalten – mit wenig arbeit, aber umso fetterer Entlohnung. Artgerechte Haltung sozusagen.

Ja, so funktioniert Korruption. Beide Seiten profitieren von der erquicklichen Zusammenarbeit – auf Kosten des Steuerzahlers versteht sich. aber wer wird schon so leinlich sein, wenn es um den eigenen Vorteil geht? Natürlich und nicht zuletzt ist das illegal, in den meisten Fällen und in den meisten Staaten. Nur es schaut niemand gern so genau hin. Und das braucht man ja auch nicht, wenn man nicht zu sehr in der Öffentlichkeit die Scheinchen hin und her schiebt. Korruption gibt es überall auf der Welt. Mal mehr, mal weniger. In Europa und den Staaten scheint es etwas weniger zu sein. Vielleicht ist sie aber auch nur nicht so sichtbar. Da kann man auch viel besser mit den eigenen klebrigen Zeigefingern auf „die Anderen“ deuten, die meist in südlichen Staaten hocken wie die Made im Speck und ihre Strippen zu eigenem Nutz und Frommen ziehen, wobei man sich gern auch mal der guten Kontakte zum organisierten Verbrechen bedient, um sich Kritiker und lästige Konkurrenten vom Halse zu halten.

Hierzulande ist man etwas dezenter, geht subtiler ans Werk. Das Prinzip aber ist das Gleiche. Politik und Wirtschaft gehen eine für die Gesellschaft und den Steuerzahler ziemlich unleidige Partnerschaft ein, bilden Monopole und Kartelle und tun nach außen hin so, als bedeuteten ihnen Ethik und Moral im geschäftlichen Umgang irgend etwas. Das stimmt naütlrich nicht. Und wenn man es genau nimmt, dann sind es gerade „unsere“ ethisch so herausragenden Kaüazitäten aus Wirtschaft und Politik, die dafür sorgen, dass in den Ländern, in denen die Wirtschaft Profit machen möchte, dafür sorgen, dass alles wie geschmiert läuft und all die aufgehaltenen Patschhändchen wol gefüllt werden. Früher sagte man Bakschisch dazu. Heute verbucht man das eher unter unkonventionellen Akquisemassnahmen. So steht man in unseren Breiten relativ „sauber“ da, gleichwohl die unselige Vermischung von Wirtschaft und Politik, und beidem mit der organisierten Kriminalität den Verhältnissen in den Ländern der südlichen Hemisphäre sicher in nichts nachsteht! Sie ist nur eben nicht so augenscheinlich!

weiterführende Links:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s