Die Strafe der EU gegen Facebook…

…dürfte vermutlich für einige Lacher in der Konzernzentrale gesorgt haben. Der Grund? Nun, der lächerliche Betrag sollte die Portokasse wohl kaum belasten. Man mag es kaum glauben, dass man das auch noch als Strafe bezeichnet. Aber wir sollten uns keinen allzu großen Illusionen hingeben, was die gerechtigkeit des kapitalistischen Systems angeht. Jedenfalls nicht, wenn es sich um Konzerne handelt. Bei Dir oder mir sieht das schon anders aus. Aber wir sind ja irgendwie auch nicht wirklich systemrelevant, nicht wahr?

Also halten wir die Schnauze und freuen uns über dieses bemerkelnswert konsequente Vorgehen der EU gegen den Missbrauch der Marktmacht eines gigantischen Internetkonzerns, der hier sowieso nicht zu greifen ist. Nicht in Deutschland, nicht in Europa und erst Recht nicht in den Staaten! Warum erinnert mich das alles an die Haltung der Europäer in der Bankenkrise? Der Steuerzahler muss für die Rettung seine Kohle abdrücken und braucht sich keiner Hoffnung hinzugeben, in absehbarer Zeit wieder einmal Zinsen auf sein Sparguthaben zu bekommen. Eine Kontrolle der Banken findet nach wie vor nicht statt. Eine Bestrafung der Bankster für ihre kriminelle Energie, mit der sie Banken durch hirnlose Spekulationen an die Wand fuhren und damit ganze Staaten ins Wanken brachten, ist nicht vorgesehen und wird wohl auch nie erfolgen. Aber sonst ist ja nichts passiert. Systemrelevanz ist halt eine tolle Sache!

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