Wie jetzt? Kostenlos nachrüsten?

Alter, ich glaube ich spinne. Was bildet sich diese Hendricks eigentlich ein? Automobilhersteller, die ihre Autos vor allem deswegen an den Mann und die Frau bringen konnten, weil sie denen mit Hilfe von Fakenews, oder sollte man besser sagen alternative Messdaten eine Umweltfreundlichkeit vorgaukelten, die sie in der Realität garnicht haben, sollen nun, nachdem sie ihre Kunden erfolfreich beschissen haben auch noch kostenlos und gratis, also praktisch umsonst für Abhilfe sorgen? An sich schon ein bestechender Gedanke. Aber im Prinzip und im echten Leben eher eine Vision aus einer phantastischen Traumwelt. Denn der gute Alexander Dobrinth wird das sicher zu verhindern wissen.

Betrachtet man es genau, dann ist ja eigentlich der Käufer eines Autos selber Schuld daran, dass er sich ein Fahrzeug andrehen ließ, dass seine versprochenen Abgasemissionen nicht einhalten kann. Das ist wie mit den Wahlen in Deutschland. Wer an die Wahlversprechen glaubt, die uns die Parteien vor den Wahlen machen, ist ja auch selber Schuld. Kein Mensch darf davon ausgehen, dass die Wahlversprechungen der Realität entsprechen. Genauso, ganz genau so ist es auch mit den Verkaufsprospekten der Automobilkonzerne. Wenn da Abgaswerte drin stehen, die deutlich unter den Grenzwerten liegen, dann liegt das a.) an den Laborbedingungen, unter denen sie gemessen wurden und b.) an der (übrigens bei allen andern Autokonzernen auch) im Motormanagement eingebauten Software, die bei Abgasprüfungen dem Motor vorgaukelt, dass er auf einem Prüfstand läuft und nicht auf der Straße, wo keiner hinter den Autos herfährt und ihren Abgasausstoß misst.

Diese Tatsache und die riesige Lücke, die damit zwischen dem Anspruch der Politik und der Realität auf unseren Straßen und dem Klimawandel klafft, zeigt einmal mehr mit aller Deutlichkeit, dass Unternehmen scheinbar per sé kriminelle Organisationen sind. Das ist eine dem Kapitalismus inhärente Eigenschaft, macht ihn eigentlich überhaupt erst aus. Ebenso wie der viel gepriesene Wettbewerb, der für niedrige Preise sorgen soll und die starken Unternehmen von den schwachen scheidet – angeblich. Realität ist aber, dass jedes Unternehmen versucht, diesen Wettbewerb auszuschalten, entweder durch die Bildung eines Monopols, oder eines Kartells. Jedenfalls streben Konzerne immer danach, den Markt und den Wettbewerb auszuschalten, um die Preise zu diktieren!

Hunderte von Verfahren gegen große Unternehmen sprechen eine deutliche Sprache. Wer an einen fairen Wettbewerb zugunsten der verbraucher glaubt, der glaubt vermutlich auch an die Existenz eines realen Weihnachtsmannes, der einmal jährlich mit einem fliegenden Schlitten um die Erde brettert und kleine Kinder mit Geschenken überhäuft! Das ist einfach Schwachsinn. Unternehmen streben stets danach, den Wettbewerb und die Konkurrenz auszuschalten und sich ihren Steuerpflichten zu entziehen. Darüber hinaus wollen sie natürlich auch minderwertige Produkte für möglichst viel Geld verkaufen. Und sie wollen sich das Wohlwollen der Politik erkaufen, indem sie sich an die maßgeblichen Politiker heranwerfen und sie sich mit Geschenken und Zahlungen gewogen und natürlich befangen zu machen! Gelegentlich drohen sie gar mit dem Verlust tausender von Arbeitsplätzen und das zieht in solchen Fällen immer. Kein Politiker will die Verantwortung dafür übernehmen, dass abertausende von Jobs verloren gehen. nur weil man irgendwelchen Firlefanz für den dämlichen Umweltschutz, oder das blöde Klima durchsetzen wollte.

So wird auch die gute Barbara Hendricks nichts an den syphilitischen Abgasemissionen deutscher Motorenbaukunst ändern können. Aber immerhin hat sie ja mal was gesagt…

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